Legasthenie-Korrektur nach Ronald D. Davis

Eine äußerst wirksame Methode mit einer Erfolgsquote von 97% bietet einen gänzlich neuen Ansatz zur Überwindung der Lese- und Rechtschreibschwäche, in dem sie die außergewöhnliche Begabung der betroffenen Menschen berücksichtigt.

Der Verstand der Legastheniker funktioniert in derselben Weise wie der Verstand berühmter Genies. Sie benutzen unter anderem die Fähigkeit des Gehirns, Sinneswahrnehmungen zu verändern und zu erzeugen. Dieselbe geistige Funktion, die Genialität erzeugt, erzeugt auch die Legasthenie. Die Lernbehinderung der Legasthenie ist ein Produkt des Denkens und einer besonderen Art der Reaktion auf das Gefühl der Verwirrung.

Der Legastheniker denkt unbewusst vorwiegend nonverbal, also in Bildern. Er hört nicht, was er liest. Es sei denn, er liest laut. Wörter, die keine Bilder hervorrufen, werden zu Stolpersteinen. Die stufenweise Entwicklung des Bildes eines Satzes wird jedes Mal unterbrochen, wenn ein unbekanntes oder ungenügendes verstandenes Wort auftritt. Dieses Problem verschärft sich zusätzlich jedes Mal, wenn legasthene Menschen auf ein Wort stoßen, zu dessen Bedeutung es kein passendes inneres Bild gibt. Jedes Mal, wenn der Prozess der Bildgestaltung unterbrochen wird, fühlt der nonverbale Denker sich verwirrt. Denn das Bild, das sich gerade formt, wird jetzt zerrissen. Die Verwirrung nimmt zu, je weiter er sich anstrengt zu lesen.

Wenn die Toleranzschwelle für Verwirrung erreicht ist, wird er desorientiert. Die Wahrnehmung der Symbole z. B. Wörter, wird so verändert und entstellt, dass Lesen und Schreiben schwierig oder unmöglich wird. Wenn Menschen desorientiert sind, sieht das Gehirn nicht mehr, was die Augen sehen. Es hat eine veränderte Wahrnehmung der Bilder. Entsprechendes geschieht mit allen anderen Wahrnehmungen inklusive Ohren, Tastsinn, Gleichgewichtssinn, Bewegungssinn und Zeitsinn. So entstehen Fehler beim Lesen und Schreiben.